Atelier Barbara Deichmann / Kunstraum Oranienwerk

 

KÜNSTLERISCHE HEIMAT IM VEREIN KUNSTRAUM ORANIENWERK

Parallelwelten

 

Als Künstlerin eigene Wege gehen – aber in der Gemeinschaft mit anderen Kreativen den Bedürfnissen nach Wahrnehmung eine stärkere Stimme verleihen. Mit diesen beiden Positionen sieht sich Barbara Deichmann im Verein Kunstraum Oranienwerk e. V. vertreten.

Dort unterstützte sie die Arbeit des Zusammenschlusses als 2. Vorsitzende bis Mai 2019.
Als Gründungsmitglied weiß sie den Standort Oranienwerk zu schätzen, der Kreativen ein ideales Umfeld bietet, um Ideen und Ambitionen zusammen mit einem Partner zu entwickeln. So sind die ehemaligen Produktionsstätten des Kaltstahlwerks heute als Veranstaltungs- und Ausstellungshallen umgebaut. Besucher strömen zu vielfältigen Anlässen ins Haus. Der zweimal jährlich stattfindende Artroom im Oranienwerk wird auch von Barbara Deichmann gern genutzt, um Ihre aktuellen Werke in der Fabrikhalle zu präsentieren.

Als selbstständig agierende Künstlerin strebt sie aber auch Einzelausstellungen, wie zum Beispiel im Herbst 2018 in der Orangerie des Schlosses Oranienburg, an. Weitere gab es im Landratsamt oder zusammen mit Vereinsmitglied Marian Zaic in der Sparkasse Oranienburg.

2017 wurde ihr Bild Heaven and Earth bei dem 1. Internationalen Kunstwettbewerb der Kunstgalerie Prinz in Berlin/ Gatow mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

 

PLANETEN – SINNBILD FÜR VIELFALT UND EINZIGARTIGKEIT ZUGLEICH

1. Heaven and Earth, 2017 – Acryl, Pastell, Marmormehl auf Leinwand

2. Dream Globe, 2018 – Öl, Sruktur, Goldstaub auf Leinwand

Seit längerer Zeit gibt es ein wiederkehrendes Motiv in den Schaffensperioden der Künstlerin: Planeten – das Thema, rund um die geheimnisvollen Kugeln, fesselt sie zunehmend. Doch was ist aus ihrer Sicht so interessant an diesen Himmelskörpern, Weltraumfliegern, Systembildnern? Barbara Deichmann erklärt sich ihre Faszination durch die Beschäftigung mit der Astrologie. Ihre Lieblingsplaneten sind Pluto und insbesondere Saturn, weil sie sich ergänzen – aber auch gegenüberstehen. Ihre Kenntnisse der Astrologie eignete sie sich über 2 Jahre hinweg in Berlin-Kreuzberg an – beim Psych.-Astrologischen-Institut. Jeder Planet verfügt über seine Zuordnung – der SATURN steht für: Form, Festigkeit, Struktur, Pflicht, Demut, tiefer Ernst bis zur Melancholie. PLUTO dagegen verkörpert die Transformation, die Kraft der tiefsten Wandlung, Macht, Ohnmacht, Abhängigkeit, Zwang, Krisen und Tabus, sowie die Suggestivkräfte

Insofern ist ihre Annäherung an die Planeten-Thematik auch eine Umsetzung von Gefühls- und Seelenzuständen.

Auch in der Technik spiegelt sich ihr Bemühen wieder, einen Eindruck zu erzeugen, der unter die Oberfläche geht. So verwendet sie neben den üblichen Medien wie: Öl, Acryl, Öl- und Pastellkreiden auch Ungewöhnliches: Blattgold, Goldstaub und Strukturmaterialien, wie Marmormehl, Champagnerkreide, verschiedene Sande, Graphit. Bei näherem Hinsehen erkennt man die dritte Dimension – passend zum Sujet.

Pierrot, 2010

Übergang zur abstrakten Kunst

Die aktuellen Werke der Künstlerin sind hauptsächlich abstrakt. Das Gemälde Pierrot stellt den Übergang in Barbara Deichmanns Schaffen von der gegenstandsbezogenen- zur abstrakten Malerei dar. Schon zu ihren Studienzeiten an der Hamburger Kunstakademie, hatte eine einfühlsame Professorin dieses vorausgesagt. Im Bild spielt Gegenständliches eine Rolle, man erkennt die Clownsvorlage, aber auch die Melancholie in den Augen drückt schon einen Seelenzustand aus. Große Teile des Bildes sind bereits von Farben und Flächen geprägt. In der halbkreisförmigen Kopfbedeckung kann man schon einen Hinweis auf die spätere Hinwendung zur Kugel entdecken.

 


Titelbild: Glowing in the space, Öl auf Leinwand, 80 * 200 * 4 cm, Triptychon

 

c/o Kunstraum Oranienwerk
Kremmener Straße 43

16515 Oranienburg

barbara.deichmann@arcor.de