Autor Frank Maranius aus Glienicke

 

Werdegang eines Schriftstellers – unterwegs im Führerstand von Lokomotiven

Der Glienicker Autor Frank Maranius, 1953 geboren, ist in Berlin-Friedrichshain aufgewachsen. Er geht 10 Jahre zur Schule und macht später das Abitur auf der Abendschule. Lokführer, nach Abschluss seiner Lehre zu sein, ist der Plan.

„Lokführer, das ist gut, dachte ich damals, von zu Hause weg, weit weg, bis Kamtschatka fahren.“

Nach der Ausbildung geht es direkt in den Fahrdienst als Beimann. 1979 erreicht er sein Ziel, als Streckenlokführer im Schnellzugdienst unterwegs zu sein. Schon damals schreibt er nebenbei Erlebtes und Weitergesponnenes auf, kommt jedoch zu der Erkenntnis, die Wahrheit zu DDR-Zeiten besser nicht zu publizieren aus Sorge vor Repressionen. Mit Unterbrechungen arbeitet er immer wieder im unregelmäßigen Schichtbetrieb – fast ausschließlich in Zügen kreuz und quer durch Deutschland. Die Situation ist belastend. Er verliert fast alle sozialen Kontakte und gerät schließlich in den „Burn Out“. In der Ergotherapie findet er wieder zum Schreiben und beginnt seinen ersten Roman, der vom Hordorfer Zugunglück handelt – ein Thema, welches ihn schon lange beschäftigt. Das ist der Beginn einer Reihe von Geschichten, die aus Farnk Maranius‘ Sicht aufgeschrieben werden wollten. So wächst der ehemalige Lokführer in seine neue Rolle als Schriftsteller hinein und ist heute mit 5 Büchern im Gepäck auf Lesungen, Messen und anderen Veranstaltungen anzutreffen.

 

 


Titelbild: „Buch-Staffeleien“ im Oranienwerk

Schriftsteller – Frank Maranius

Mitglied beim Künstlerstammtisch Glienicke

16548 Glienicke
Hattwichstrasse 26