Software Schmiede Laubwerk

 

 

Digitale Botanik für digitale Architektur und Filme

Beispiel für eine Visualisierung

Laubwerk – so könnte auch eine Baumschule heißen. Tatsächlich produzieren Philip Paar und Timm Dapper Bäume. Diese bestehen allerdings aus Rechen-Operationen, denn es sind computergenerierte 3D-Pflanzen, die z.B. von Architekten und Landschaftsarchitekten für Visualisierungen eingesetzt werden.

Auch in den digitalen Welten von Filmen und Computerspielen soll das Grün immer raffinierter und realistischer aussehen, denn die Ansprüche der Zuschauer steigen. Bisher war die wirklichkeitsgetreue Darstellung von Pflanzen allerdings besonders aufwendig, denn ihre Strukturen sind oft sehr komplex. Wenn auch noch Licht, Schatten und Jahreszeiten als Variablen dazu kommen, brauchen herkömmliche Methoden zur 3D-Darstellung ansehnlichen Grüns enorme Speicherkapazitäten und entsprechend viel Zeit.

„Easy, fast and beautiful“

So lautete deshalb von Anfang an das Motto von Philip Paar und Timm Dapper. Mit einem EXIST-Gründerstipendium und Unterstützung von profund begannen der Landschaftsplaner und der Softwareentwickler 2010, ein neues Speicherformat zu entwickeln, das die 3D-Modelle mithilfe flexibler Geometrieerzeugung schneller berechnet. Erstes Ergebnis sind die „Laubwerk Plants Kits“, die 2012 auf den Markt kamen und seither regelmäßig erweitert werden. Jedes Paket enthält eine Bibliothek von zehn Baumarten, die Visualisierer über die weltweit eingesetzte Architektursoftware Autodesk „3ds Max“ und die deutsche Software „CINEMA 4D“ in ihre Arbeit integrieren können. Die Bäume werden in vereinfachter Darstellung positioniert und erst später in voller Detailtreue berechnet.

36 Varianten

Mit 36 Varianten können die Nutzer sie in kürzester Zeit nach ihren Vorstellungen, etwa nach Jahreszeit, Ast-und Laubdichte, Alter und Detailgrad, gestalten.

Selbst in Japan stoßen die Produkte aus der virtuellen Baumschule von Laubwerk auf Interesse, die meisten Kunden kommen bisher jedoch aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich. „Zur Zeit arbeiten wir an einem Set mit tropischen Bäumen, um mehr internationale Kunden zu erreichen“, sagt Philip Paar. Neben der Geschäftsführung gehört es zu seinen Aufgaben, die echten Pflanzen zu studieren und zu fotografieren, damit ihre 3D-Abbilder möglichst realistisch aussehen.

Laubwerkgründer Philip Paar

Nach Auszeichnungen in zahlreichen Gründerwettbewerben haben Paar und Dapper in 2012 auch Investoren gewonnen: Der Frühphasenfonds der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILG) beteiligte sich zusammen mit einem Privatinvestor am Unternehmen. Laubwerk zog ins Guido-Seeber-Technologie- und Gründerhaus der Stadt Potsdam, in die unmittelbare Nachbarschaft des Studio Babelsberg. Dort arbeitet das international besetzte Team zeitweise mit bis zu zehn Mitarbeitern – vom Texter bis zum Biologen, von der Marketing-Expertin bis zum Software-Ingenieur.

Die Nähe zu den Filmleuten, die Philip Paar dort beiläufig beim Mittagessen trifft, wirkt sich bereits positiv aus – auch wenn dadurch schon ein paar Bäume kaputt gegangen sind: In Roland Emmerichs Action-Streifen „White House Down“ liefern Laubwerk Bäume die Kulisse für einen spektakulären Auto-Crash.

 


Titelbild: Workflow 3D-Pflanzen

 

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