Atelier Andreas Uckert in Wendefeld

 

FÄLSCHER-UNIVERSUM TRIFFT AUF LANDLEBEN

Illusion oder Wirklichkeit? Tatsächlich weiß man das bei Andreas Uckert nie so genau. Als Inszenierer ist der vielseitige Künstler ein Perfektionist. Die von ihm gefertigten „Bühnenbilder“ auf seinem Anwesen nahe Wendefeld, bescheren dem Besucher ein ständiges Wechselbad der Eindrücke. Realität vermischt sich mit Kulisse. Bäuerliches Leben mit der Einbildungskraft des Künstlers.

Das fängt schon bei seinem Lebensmittelpunkt an. Aus der Ferne betrachtet, ist scheinbar ein Fachwerkhaus zu erkennen. Wer sich dem Haus nähert, nimmt allerdings die Tromp-l’æil Malerei wahr und fühlt sich nicht zum letzten Mal in Erstaunen versetzt. Das passt nicht so recht in die Region und doch ergibt alles einen Sinn, wenn man den Mensch Andreas Uckert ein wenig näher kennenlernt.

 

GEMÄLDE bekannter Künstler kopiert – Einladung ins Königshaus

nach Edvard Munch – Der Schrei
Papageienallee, nach Max Liebermann

Als „Der Fälscher“ hat sich Andreas Uckert einen Namen gemacht. Mehr als 100 bekannte Gemälde hat der Künstler kopiert und kommt dabei den Originalen sehr nahe. Als das Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch aus dem Osloer Museum entwendet wurde, kam Uckert auf die Idee, das Kunstwerk zu ersetzen. In Folge dieses ungewöhnlichen Einfalls, schaffte er es sogar auf Einladung des norwegischen Königshauses die skandinavische Hauptstadt zu besuchen.

 

Dennoch – nur Gemälde zu kopieren wurde dem Kunstmaler auf die Dauer zu eintönig. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ein wahres Fälscher-Universum auf dem einsam gelegenen Gelände an der Straße nach Wendefeld.

REALITÄT VERMISCHT MIT KULISSE

 

ÄHNLICHKEIT MIT SEAN CONNERY – DER Künstler SCHAUT NACH HOLLYWOOD

Andreas Uckert im Kloster Gransee

Seine verblüffende Ähnlichkeit mit Sean Connery zum Beispiel nutzt er, um in die Rolle des William von Baskerville zu schlüpfen. Dieser spielte bekanntlich den gelehrten Mönch in Umberto Eco’s Historiendrama „Der Name der Rose“. Auch hier kommt er dem beliebten, aber mittlerweile gealterten Schauspieler in seinem Erscheinungsbild schon fast beängstigend nahe. Der rbb brachte vor kurzem einen aufschlussreichen Beitrag in seiner Sendereihe „Theodor“. Uckert miemt als „Connery-Figur“ in dem spielfilmartigen Clip den Geldfälscher und gibt ein paar Geheimnisse um die Herstellung eines falschen Fuffzigers preis.

Aber machen Sie sich selbst ein Bild von ihm – vielleicht im hauseigenen Ateliercafé, dessen Einrichtung an den englischen Landhausstil erinnert. Andreas Uckert bewirtet gern seinen Besuch. Lassen Sie sich vom Hausherrn bei einer Tasse Kaffee ein paar Geschichten erzählen. Hier werden Fantasien zu Lebensentwürfen.


Titelbild. Atelier an der Straße nach Wendefeld  © Alle Fotos: Haddenhorst

ATELIER ANDREAS UCKERT