Atelier Esael Araujo Funes im Schloss Berlitt

 

Schloss Berlitt bei Kyritz

 

Esael Araujo Funes stammt aus Mittelamerika, genauer gesagt aus San Salvador. Dort studierte er zunächst Sozialpädagogik – Anfang der 90er Jahre wechselte er zum Grafikdesign-Studium.

Heutzutage gilt er als herausragender Vertreter moderner mittelamerikanischer Kunst. Als solcher vertritt er El Salvador mit seiner Malerei oft in der Funktion eines Kulturdiplomaten. In den letzten 20 Jahren nahm er an mehr als 100 Kunstausstellungen teil, die ihn quer über den Globus führten. In Annerkennung seiner Malerei, erhielt er zum Beispiel einen Preis im 7. internationalen Salon für abstrakte Kunst in Daegu/Südkorea im dortigen „Center of Art“. Weiterhin nahm er teil an der Ausstellung „Colors of Corn“ in der Fundaçion y Centro de Arte in Madrid oder er vertrat El Salvador in dem von der UNESCO inizierten „Art Camp Malta“.

Künstlerisches Domizil im Schloss Berlitt

Atelier des Künstlers

Vor kurzem hat er sein künstlerisches Domizil im Schloss Berlitt bei Kyritz aufgeschlagen. Als er seine Schlosstür zum „Tag des offenen Ateliers“ öffnete, kamen nicht nur viele Besucher, sondern auch die Botschafterin von El Salvador, Florencia Eugenia Vilanova De von Oehsen.

Berlitt ist für ihn ein ideal gelegener Ort, weil er seine künstlerische Tätigkeit gern auf dem Land ausübt, andererseites aber auf die Nähe zur Metropole nicht verzichten möchte, um eine Chance zu wahren, seine Werke auch international vermarkten zu können.

Todos del maiz, 2019, 300 X 200 cm

Es ist dem Künstler zudem ein Anliegen, nicht isoliert zu arbeiten – statt dessen sich im Gegenteil, publikumsnah zu präsentieren. Deswegen öffnet er sein Atelier ganzjährig (nach vorheriger Anmeldung), um landläufigen Fragen wie: „Auf welche Weise arbeitet der Maler? Wo lebt der Maler?“ – greifbares Anschauungsmaterial zu bieten und damit gleichzeitig ein Stück Entmystifizierungsarbeit zu leisten. Auf diese Weise hofft er auch etwaige neue Interessenten mit seiner Kunst in Berührung zu bringen. Funes erläutert: „Es gibt auch Kunstliebhaber, die keine akademische Bildung haben, aber totzdem in der Lage sind, Kunst zu interpretieren und sich der Aussage zu nähern, die hinter der Oberfläche verborgen ist.“ Funes ist der Meinung, sich nicht nur auf wenige, international agierende, Kunstsammler verlassen zu können. Man müsse neue Wege gehen, um Malerei auch einem breiteren Kreis von Kunstliebhabern zugänglich zu machen.

Gemeinschaft von Realität und Illusion

Cabalgar y mujeres, 90 x 90 cm, 2007

Das Werk des Malers Araujo Funes führt uns in eine visuelle Poesie ein, die den Verstand zurücktreten lässt und dennoch den Betrachter veranlasst, seine Wertvorstellungen, in Bezug auf das Verständnis des Seins, im Zeitalter globaler Umweltzerstörung zu überdenken. Dadurch postuliert sich auch die Notwendigkeit persönlicher Einschränkung, im Zusammenhang mit unserer gegenwärtig gelebten Realität, neu.

“Mein Werk ist ein Zusammenspiel von Realität und Illusion, von Fantasie und Traum, der verherrlichten Erotik und dem Verstand. Eine Ode an das Menschliche und Tierische – vereint im Dasein.“

Seine mit abendländischen und interkulturellen Symbolen beladene Traumwelten dialogisieren, hinterfragen und interpretieren unser Verständnis einer verwobenen und komplexen Weltordnung. Ein Versuch, über das Schaffen thematisch gebundener Szenerien in seinen Gemälden, Fragmente des Lebens begreifbar zu machen.

Mit den Worten des Künstlers: „Ich male das Leben für das Leben | Pinto la Vida por la Vida.“

Galerie aktueller Gemälde

Stilistisch gesehen, sind in seine aktuellen Gemälde weniger symbolhaft konzipiert. Er wendet sich zunehmend einer expressionistischen, abstrakteren Malweise zu, die dem Betrachter manigfaltige Möglichkeiten der Interpretation offen lassen.


Alle Fotos und Reproduktionen © Araujo Funes | Michael Haddenhorst | Text: Araujo Funes | Michael Haddenhorst

Atelier Esael Araujo Funes

Schloss Berlitt
Berlitter Dorfstr. 41
16866 Kyritz / OT Berlitt

whatsapp: +49 176 62 29 62 87

araujofunesgalerie@gmail.com
araujofunes.blogspot.com