Atelier Frank Rödel in Glienicke / Nordbahn

 

Vision Berlin Humboldtforum 21, 2015, Mischtechnik-Lwd, 170 x 130 cm

 

Frank Rödel beendete als Meisterschüler sein Studium an der Hochschule der Künste in Berlin. Darauf folgten zahlreiche Stipendien und Lehraufträge sowohl in Deutschland als auch in weiteren europäischen und asiatischen Staaten sowie den USA.

Andreas von Stechow, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Thailand sagte einmal über seine Arbeit: Ich mag Frank Rödels offene Persönlichkeit, seine Art die Dinge zu sehen, vor allem seine Neugier auf die Welt und besonders auch auf Asien, wo er oft zu Gast und fast zuhause ist. Er hat ein Gefühl für diese Welt und begreift ihre Formen und Traditionen.

 

Ausstellungen im internationalen kontext

Seine Bilder wurden als Staatsgeschenke durch die Bundesregierung vergeben und sind im Kanzleramt und internationalen Museen zu finden. Eine Vielzahl von Ausstellungen in Europa, Asien und Amerika belegen die internationale Wertschätzung der Arbeit des zweimaligen Biennalepreisträgers.

So zum Beispiel:

„Galerie Nora“, Jerusalem, Israel

National Gallery“, Bangkok, Thailand

„Hyogo Museum of Art“, Kobe, Japan

„Alliance Francaise “, Ottawa, Canada

National Gallery of Uzbekistan“, Tashkent, Uzbekistan

„German House Gallery“, New York, USA

„Haggerty Museum of Art“, Milwaukee, Wisconsin, USA

 

Das Spektrum seiner künstlerischen Arbeit besteht im Wesentlichen aus drei Hauptrichtungen, der Collage, der Malerei in einem tradierten Sinne und der hinzugekommenen Fotografie. So beschreibt Frank Rödel selbst seine Schaffensweise:
Skulptur: Hommage an Schiller 1, 2018, Enkaustik, Bücher und Eule, 144 x 30 x 30 cm

 

Collage

Hiroshima3, 2005, Mischtechnik auf Leinwand, 130 x 170 cm

 

Aigon Oros 06, 2010, Mischtechnik auf Japanpapier, 63 x 47 cm

Es ist das Denk- und Arbeitsprinzip der Collage, welches die Dinge stärker auch in einem spielerischen Sinne vom Intellekt her begreift. Es ist bei den Städteserien (Berlin ,New York, Frankfurt, Bangkok und Tokio) das Zusammenfügen unterschiedlichster Inhalte und Bildvokabeln in neue ungewohnte Zusammenhänge und die damit verbundene Möglichkeit, dem scheinbar Bekannten immer wieder neue und unverhoffte Seiten abzugewinnen und ungewohnte Beziehungen zwischen den jeweiligen Bildelementen entstehen zu lassen.

Die dem Blick in ein Kaleidoskop entsprechende Vielfalt und Buntheit der Erscheinungen großer Metropolen entspricht der Farbigkeit, dem Detailreichtum und auch der technischen Komplexität der oft sehr großformatigen Bilder.

Materialien unterschiedlichster Art finden Verwendung : Japanpapier, Acrylfarbe Ölfarben, Tusche, Fundstücke oder auch Sand und verbrannte Leinwand.

Das spielerische Moment (was nicht Unernsthaftes meint) und die damit verbundene Chance, immer neue Zugriffsmöglichkeiten auf immer neue Themen zu entdecken, ist zudem eine wirkungsvolle Möglichkeit der Routine und den eigenen handschriftlichen und bildnerischen Gewohnheiten entgegen zu arbeiten.

Malerei

Lava Flow Puu Oo 7 Hawaii, 2003, Gouache Pastell, 37 x 52 cm

 

Iceland 14, 2019, Gouache, 52 x 73 cm

Die zweite Zugriffsrichtung ist eine mehr tradierte, die bei aller Abstraktion die Bildthemen in einem abbildhaften, malerischen Sinne begreift. Dabei ist mein Hauptthema die Landschaft.

Landschaftsmalerei ist für mich aber nicht im strengen Sinne von Abbildung zu verstehen. Sie ist mir vielmehr ein adäquates Mittel, bestimmte Bereiche meiner Gefühlswelten, meiner inneren Landschaften auszudrücken.

Seit dem Ende der 80er Jahre führte mich der sich wiederholende Weg in die Landschaften Norwegens, Islands und der Arktis mit ihren von der Eiszeit geschundenen, genarbten und geschliffenen Felsmassen und den an Vielzahl unendlich scheinenden Eismassen, Wassern und Weiten. Im Gegensatz zu meinem Berliner und brandenburgischem Umfeld ist das das Erlebnis einer im guten Wortsinne „unkultivierten“ Landschaft, die vom willkürlich prägenden Zugriff des Menschen weitgehend verschont blieb und nur den Gesetzen des Kreislaufes der Natur vom Werden und Vergehen unterworfen ist.

Steine, von der Eiszeit rund geschliffen und besetzt mit zählebigen, allen Witterungswidrigkeiten trotzenden, vielfarbigen Flechten und Moose, erzählen von einer millionenjährigen Geschichte, in der der Mensch nur später Gast zu sein scheint.

Die Pastelle, Zeichnungen und Ölbilder versuchen, Aspekte dieser Geschichte atmenden und Geschichten erzählenden Landschaften wiederzugeben.

 

Fixierte Momente

Eisberge bei Ilulissat, Grönland, Barytprint, 2008

Anfangs war die Kamera auf meinen oft sehr ausgedehnten und exzessiven Wanderungen eher ein fortwährendes Hinzufügen von Bemerkungen, Stichpunkten, Erlebnissen und Stimmungsbildern in ein dokumentierendes fotografisches Tagebuch im Zustand angespannter innerer Erregung.

Es ging weniger um das perfekte fotografische Ergebnis, als vielmehr darum, Farbsituationen, Formzusammenhänge, flüchtige Momente und Erscheinungen zu fixieren, um sie später im Atelier auch über die Netzhaut erinnerbarer zu machen und aus diesen Erinnerungen Malerei zu entwickeln. In den letzten Jahren wurde mir jedoch die Fotografie mehr und mehr zu einem eigenständigen bildnerischen Medium mit einer unabhängigen, nicht zweckgebundenen Bildsprache.

Frank Rödel


Alle Fotos und Reproduktionen © Frank Rödel | Titelbild: Eisberg Luftbild 1, 2008 | Text: Frank Rödel | Abbildung Frank Rödel © Gerd Rohardt

Atelier Frank Rödel


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