Atelier Marian Zaic bei Hohen-Neuendorf

 

Neu entflammte künstlerische Energie

Der Künstler vor seinem Bild: Abstrakt 400


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er Hohen-Neuendorfer Maler und Plastiker Marian Zaic betreibt seit 2009 im benachbarten Künstlerhof-Frohnau sein eigenes Atelier für bildende Kunst. Das ehemalige Waldhospital, mit dem verwunschenen Gebäude-Ensemble, wirkt wie ein Relikt aus vergangener Zeit. An diesem für ihn magischen Ort entstehen seine Werke. Das Künstlerdasein, welches er jahrelang schmerzvoll vermisste, hat hier einen Raum gefunden.

Sein Hauptaugenmerk liegt zur Zeit auf der Fertigung von Ölgemälden, die er Ende 2019 in einer Ausstellung zeigen möchte. Über Jahrzehnte hinweg hatte er keinen Pinsel angefasst –  jetzt verhilft ihm das wiederentdeckte Genre zu einer neu entflammten künstlerischen Energie. Es entstehen im Wesentlichen abstrakte Bildnisse, die schemenhaft mystische Situationen andeuten. Im Gegensatz zu seinen fast monochromen Reliefen setzt der Kunstmaler jetzt auf eine farbenreiche Palette.

 

Zwei- und Dreidimensional im Werk vereint

Marian Zaic hat im Laufe seines Werdegangs reliefartige Kompositionen als sein gestalterisches Charakteristikum entwickelt. Sein künstlerischer Stil war geprägt von der Verwendung edelmetallischer Endaufträge, die unverwechselbare golden glänzende Plastiken entstehen ließen.

„Ich liebe die Licht- und Schattenspiele, die beim Betrachten der Arbeiten entstehen“, sagt der ursprünglich aus dem polnischen Kattowitz stammende Künstler: „Mein Ziel ist es, die dreidimensionale Plastik und das zweidimensionale Bild miteinander zu vereinen.“

Voraussetzung für die Überwindung des Zweidimensionalen war der Einsatz eines interessanten Mediums, und zwar die an der Luft trocknende Modelliermasse, mit der er zu experimentieren begann. Mit der Zeit lernte er sowohl ihre positiven Eigenschaften, als auch ihre physischen Grenzen kennen. Durch diese Erkenntnisse sah er sich gezwungen, nach weiteren Materialien zur Umsetzung seiner Ideen Ausschau zu halten. So nutzt er verschiedene Arten der Modelliermasse, Schlagmetall, Blattgold, Spachtelmassen, Ton, Drähte sowie Aluminiumfolie, Schnüre und Styropor.

 

Kunst des Mittelalters zeigt Präsenz in seinen Werken

Kunst spielte in seinem Leben, schon von Kindheit an, immer eine sehr große Rollte. Er malte, zeichnete und modellierte. Als junger Mensch war er sehr von Kunstwerken der Antike und des Mittelalters beeindruckt. Vor allem der Krakauer Hochaltar, auch „Marienaltar“ genannt, des genialen Bildhauers Veit Stoß, in der Marienkirche von Krakau, hat ihn (damals 12 Jahre alt) sehr beeindruckt und für immer geprägt.

Seine Faszination und Bewunderung für die Meister des Mittelalters dauert bis heute an. Ihn begeistert vor allem die Dreidimensionalität der Werke. Die damaligen Meister waren Künstler und Handwerker zu gleich. Ihre Arbeiten waren ausschließlich religiösen Themen gewidmet. Sie vermitteln damit eine gewisse Mystik, die er ebenso sehr schätzt. Der Einfluss der Kunst des Mittelalters ist somit in seinen Werken fast immer präsent.


Titelbild: (Triptichon) Lüge / Wahrheit / Täuschung

Marian Zaic

lebt in Hohen-Neuendorf

Mitglied im Verein Kunstraum Oranienwerk sowie beim Künstlerstammtisch Glienicke

 

Atelier

Künstlerhof-Frohnau
Hubertusweg 60
16534 Berlin-Frohau (Neubau, I Stock)

Telefon 03303 – 50 99 231
Mobil 01573 28 79 79 7

mz1308@web.de

www.marian-zaic.de