Atelier Miriam Blackman in Schildow

 

Entwurzelt, 2017, Mischtechnik, 40 x 50 cm

 

Miriam Blackman ist eine Künstlerin aus El Salvador, die seit 2010 in Schildow lebt und arbeitet.

Durch vielzählige Ausstellungen in und um Berlin beteiligt sie sich aktiv an der Kunstszene im Norden Berlins. Sie hat an individuellen und Kollektivausstellungen teilgenommen und ist ein Mitglied des „Künstlerstammtisch in Glienicke“.

Geboren in San Salvador – El Salvador, stellt Blackman seit 1988 in Einzel- und Gruppenausstellungen, in ihrem Heimatland sowie im Ausland aus. Ihre Lebensstationen führten sie über Uruguay, Bolivien, Barcelona nach Deutschland. All diese Orte haben sie stark beeinflusst. Ihre größte Inspirationsquelle ist jedoch die Kultur ihrer Heimat und die dort allgegenwärtige Natur. Insbesondere aus diesen Vorgaben schöpft die Künstlerin die Antriebskraft zur Herstellung ihrer Werke.

 POESÍA con zapatos

Poesía con Zapatos Viejos

Ein neues Projekt nimmt Gestalt an. Alte Treter, an den Wegesrand gestellt, wollten entdeckt werden – irgendjemand hatte die Schuhe dort bewusst hinterlassen und damit ein Zeichen gesetzt.

Das geschulte Auge von Miriam Blackman wunderte sich über die exakte Ausrichtung der Fußbekleidung, die eben nicht wie achtlos fortgeworfen wirkte, sondern scheinbar als Objekt mit Ausstrahlung platziert worden waren.

„Diese Schuhe transportieren eine Botschaft für mich“, befand die Künstlerin, zusätzlich sensibilisiert durch die Kontaktarmut während des ersten Corona-Lockdowns, und nahm sie nach ihrem Spaziergang kurzerhand mit ins Atelier.

Der deutlich wahrnehmbare Alterungsprozess hatte den Schuhen fast so etwas wie Leben eingehaucht. Dieser starke Impetus inspiriert die Malerin in unregelmäßigen Abständen zu immer neuen Werken diverser Technik und perspektivischer Ausrichtung. Parallel zur visuellen Darstellung entsteht ebenfalls eine sich fortsetzende Parabel im Kontext der alten, verbeulten Lederschuhe.

Auch andere Kreative und Menschen aus dem Umfeld von Miriam Blackman lieferten nach und nach bemerkenswerte Hinweise, denen es, laut Miriam Blackman, lohnt nachzugehen. So äußerte eine kolumbianische Bekannte, dass es in der Stadt Cartagena/Kolumbien ein Monument von dem Bildhauer Luis Carlos López gibt. Die übergroßen, alten Schuhen dienen als Sinnbild für geliebte – aber unbrauchbar gewordene Erinnerungsstücke im Alltagsleben.

Selbst entwickelte Mischtechnik

Feuerbälle 1, 2017, Mischtechnik, 80 x 80 cm – Feuerbälle 2, 2017, Mischtechnik, 80 x 80 cm

Mit einer selbstentwickelten Mischtechnik in einer Kombination aus gesammelten Materialien wie Holz, Stoffe, Sand, Karton, Pigmente und anderes was für Sie eine große symbolische Bedeutung hat. So schafft die Künstlerin es eine Vielzahl an Formen und Strukturen in ihre Werke zu integrieren, um etwas Neues und Unerwartetes zu erschaffen.

Blanc de Blanc, 2006, Mischtechnik, 40 x 40 cm – Sonnenfinsternis, 2017, Mischtechnik, 60 cm Radius – Ätherisches, Mischtechnik, 2012, 80 x 80

 

Miriam Blackman spiegelt in ihren Werken ihre Erfahrungen und Eindrücke wider, sowie den Einfluss ihrer Kultur und Herkunft, welchen eine tragende Rolle bei der Entfaltung ihrer Kunst zukommt.

Spirit of the Universe, 2019, Mischtechnik, 100 x 100 cm

 

„Ausdruck durch Materie ist mein Motto –
jedes Material hat ein eigenes Leben.“

Miriam Blackman, 2020

 


Alle Reproduktionen & Fotos © Blackman / Jankoviak | Titelbild: Submarina, 2010, Mischtechnik | Text: Miriam Blackman / Michael Haddenhorst (Poesía con Zapatos)

Atelier Miriam Blackman

Ebereschenstraße 64
16552 Mühlenbecker Land / Schildow
Tel.: +49 (0) 178 / 400 43 12

Web: blackman-art.de
Instagram: www.instagram.com/blackman_gallery_berlin/
Mail: miriam [at] blackman-art.de