Atelier Sabine Slatosch in Schönermark

 

Kunstmalerin im ehemaligen Landarbeiter-Gehöft

Nur eine Idylle ist es nicht, die der Gast vorfindet, wenn er das 100 Jahre alte Landarbeiter-Gehöft entdeckt. Vielmehr begegnet er einem Ort, an dem der natürliche Prozess des Lebens spürbar ist, Kunst und Natur in ihrer Unerbittlichkeit starke Partner sind und eine offene Werkstatt bewirken mit stetiger Bewegung.

Beschützt von Eichen, Kiefern, Robinien, Birken und Holunder wird der Hof von Wald und Feldern berührt. Das rot gerahmte Fenster auf der Nordseite des schlichten Wohnhauses öffnet den gesamten Giebel. Dahinter verbirgt sich das Atelier der Malerin Sabine Slatosch.

Von dort aus in die Weite und andere Sphären blickend, spürt die Künstlerin jener Energie nach, die Mensch und Natur seit Urzeiten antreibt. Kräfte des Seins, die sie virtuos auf die Leinwand zu lenken vermag. Sabine Slatoschs Bildsprache ist mythologisch verdichtet und stets märchenhaft surreal – zugleich aber schmerzhaft direkt.

 

Öl-Bilder in der Technik alter Meister

Es entstehen großformatige Öl-Bilder in der Technik der alten Meister – als Antipode heutiger Schnelllebigkeit. Der kurzatmigen Hast des Alltags stellt Sabine Slatosch abgründige Tiefe entgegen, bisweilen verliert sich der Betrachter der Werke ins Unendliche und in Rätselhaftigkeit. Denn Aussage und Atmosphäre der Bildhandlungen wird neben Personen, zumeist Frauen und Mädchen, erheblich geprägt von Pflanzen, Tieren und Fabelwesen, die alle miteinander zu kommunizieren scheinen.

Für die Malerin sind die Schöpfungen der Erde Partner bei der Bildfindung, denen sie mit Respekt und Offenheit begegnet. Der Übergang von Wald und Feldwegpflanzen in den Garten hinein ist nahtlos, aber spürbar. Ringelblumen blühen zwischen Schöllkraut. Die Pferde teilen sich die Weide mit Rehen und Kranichen, Fuchs, Hase und Kreuzotter. Unsichtbar und scheu streifen entfernt Wölfe durch die Auen.

 

Licht in tiefster Dunkelheit – Malen aus Berufung

„Ich male, weil es meine Berufung ist. Diese Berufung ist ein Geschenk, das mir gegeben wurde. Sie ist eine Herausforderung sowie Pflicht und Verantwortung, die ich annehmen will und muss.“

Mit erlerntem Handwerk kann sie ihre Gabe multiplizieren und empfangene Botschaften weitergeben. Sie sieht sich als eine Botin.

„Die Arbeit am Bild ist keineswegs nur Freude. Sie ist wie jede künstlerische Tätigkeit ein steiniger und oft schmerzhafter Weg der Erkenntnis. Aber nur in der tiefsten Dunkelheit finde ich Licht. Dann bin ich vollkommen bei mir.“

 


 Text und Reprofotos © Sabine Slatosch / Atelierfotos © Michael Haddenhorst

Atelier Sabine Slatosch

 

Mitglied des BBK (Berufsverband Bildender Künstler) Berlin
Mitglied der GEDOK (Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnenvereine)
Mitglied des Vorstandes der GEDOK Brandenburg

Meseberger Weg 3
16775 Schönermark bei Gransee

03306-29061

sabine.slatosch@outlook.de

www.sabine-slatosch.de

 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung: