Atelier Tobias Voß / Kunstraum Oranienwerk

 

EINLADUNG AN DEN BETRACHTER: IM ABSTRAKTEN ETWAS EIGENES FINDEN

Im Jahr 1835 dichtet Joseph von Eichendorff: „Schläft ein Lied in allen Dingen, / Die da träumen fort und fort, / Und die Welt hebt an zu singen, / Triffst du nur das Zauberwort.“ Die Wünschelrute offenbart in wenigen Versen Gedanken und Gefühle des Dichters auf künstlerischer Weise. Ebenso wie in der Literatur ist die Botschaft in der Kunst mal mehr und mal weniger implizit im Werk versteckt; für den Betrachter, aber auch für ihn als Künstler.

Tobias Voß meint: so gefällt es mir, meine Werke immer wieder neu zu betrachten, sie zu interpretieren. Denn niemals steht ein Werk von vornherein fest. Immer entsteht es aus sich heraus – und aus meinem Gefühl. Das ist es, was Kunst in meinen Augen so besonders macht.

Es gibt nicht den einen Weg. „Ein“ Lied schläft in den Dingen, nicht „das“ Lied. Und dieses Lied, welches es gilt von jedem Betrachter selbst analysiert zu werden, und das Tobias Voß gern mit Gefühl gleichsetzen möchte, offenbart uns die Welt, die hinter Kunstwerken verborgen liegt. So lädt er alle Kunstfreunde und Kunstinteressierte ein, seinen Bildern selbst etwas anzudichten. Er lädt sie und euch herzlich ein, das Zauberwort eines jeden Bildes von ihm ganz allein für sich zu entschlüsseln und mit ihnen zu träumen. Denn Kunst ist nichts, das stagniert. Das lernt er auch beim Zusammensein im Verein Kunstraum Oranienwerk e.V., in dem er Mitglied ist und in dem zweimal jährlich ausgestellt wird (Artroom). Er nutzt die Gelegenheit gerne, um seine Bilder zu präsentieren. Hier wird Kunst lebendig.

Vor allem aber erkennt er das beim Betrachten der Natur, die ihm als Inspiration dient. Ähnlich dieser sieht er seine Werke als Ausdruck des Gefühls, da alles eine Geschichte erzählt. Aus diesem Grund malt er abstrakt. Der Mensch vor seinen Bildern soll nicht sein Gefühl, seine Gedanken übernehmen. Sondern er sei eingeladen, sich zu finden. Das Wunderbare, das ihn, im Sinne Eichendorffs, zum Singen anheben lässt, im Abstrakten zu erkennen.

FASZINATION FÜR DAS ALTE

Seine Themen sind angelehnt an die Natur. So mag er sehr gerne Oberflächen, etwa alte Backstein-Mauern, Putz, Rost, Patina in allen Formen. Denn diese Dinge berichten über die Vergangenheit. Und sie sind jedes mal wieder individuell.

Die Faszination für das Alte und Vergangene gewann er in seinem Studium der Germanistik und Geschichte. Tobias Voß glaubt, dass nicht zuletzt aus diesem Abschnitt seines Werdegangs die Überzeugung resultiert, in Vergessenheit geratene Dinge, und seien sie noch so klein und unauffällig, wie Rost an einer Mauer, zu bewahren und sie ihre Geschichte erzählen zu lassen. Mit seinen Bildern möchte er das erreichen. Das versucht er mit Sanden, Pigmenten und Pasten, die er neben der Acrylfarbe einsetzt.

OBERFLÄCHEN – ZEUGNISSE DER VERGANGENHEIT

Seine Ziele im kreativen Bereich erreicht er mit autodidaktisch angeeignetem Wissen über Farben und Formen, dessen Wurzeln seinem Gefühl entspringen. Sein Statement: stolz kann ich daher sagen, dass mich nichts beeinflusst(e). Dass die Betrachter meiner Werke mich voll und ganz erleben. Und sich wahrnehmen.


 

 

ATELIER TOBIAS VOSS

c/o Kunstraum Oranienwerk
Kremmener Straße 43

16515 Oranienburg

tobias.voss@mail.de