Biorama Projekt Joachimsthal

 

FORUM IM SPANNUNGSFELD VON BAUKULTUR- UND AUSSTELLUNGSZENTRUM

Turm-Ensemble


Was lässt sich aus den einmaligen baulichen und geografischen Gegebenheiten auf einem Hügel nahe Joachimsthal | Barnim im besten Fall machen?

Diese Frage beschäftigte wohl auch den Designer Richard Hurding und die Konzert-Veranstalterin Sarah Phillips, als die beiden Briten 2003 das Gebäude-Ensemble, bestehend aus dem denkmalgeschützten, ehemaligen Wasserturm und der Landhausvilla aus dem 19. Jahrhundert, erwarben. Die Kombination aus einer privaten und gewerblichen Nutzung wurde als optimale Lösung angesehen und zur Umsetzung entwickelt.

Der Projektidee folgend, entstand zunächst eine moderne Aussichtsplattform auf dem Dach des in typischer Backsteinoptik errichteten Turmes. Sowohl über eine Stahltreppe – als auch mit Hilfe eines Fahrstuhls kann diese erreicht werden. Der Berliner Architekt Frank Meilchen entwarf den Treppenaufgang sowie den farbig verglasten Aufzugturm, der zur benachbarten historischen Industriearchitektur einen spannenden Gegenpol bildet.

 

PFORTE ZUM UNESCO BIOSPHÄRENRESERVAT SCHORFHEIDE-CHORIN

Gleichzeitig wurde der Wasserturm zur privaten Nutzung in sechs übereinander liegenden Etagen ausgebaut. Die für alle Besucher zugängliche Aussichtsplattform bietet die Möglichkeit, einen faszinierenden 360° Blick auf die Schönheit der eiszeitlich gestalteten Landschaft zu werfen, mit dem Werbelin- und dem Grimnitzsee als Landmarken.

KULTUR UND NACHHALTIGKEIT – JAHRESZEITLICH WECHSELNDE AUSSTELLUNGEN

Spiegelndes Edelmosaik – Natur als kinetisches Kunstwerk

Später konnte auch die Landhausvilla in das Konzept mit einbezogen werden. Die östliche Fassade wurde mit einem Edelmosaik versehen. Die sich spiegelnde Natur erscheint darin wie ein kinetisches Kunstwerk. Innen schweift der Blick ungehindert vom Keller bis zum Dachstuhl. Der geniale Einfall der Entkernung, schafft großzügige Räume und hebt damit die erlernten Begrenzungen eines herkömmlichen Wohnhauses auf. Die Weiße Villa ruft einen Kulturort ins Leben, der Kunstprojekten mit Bezug zum Biosphärenreservat einen adäquaten Rahmen bietet. Regelmäßig wechselnde Ausstellungen sind seit seiner Entstehung in den bis zu 13m hohen Räumen mit dem Alleinstellungsmerkmal der unverputzten Backsteinwände zu begutachten. Willkommen sind künstlerische Arbeiten, die mit ihren Installationen, Performances und Exponaten den Aspekt der Nachhaltigkeit verbinden. Kunst, Wissenschaft und Bildung gehen auf diese Weise eine fruchtbare Verbindung ein.

Angeschlossen ist auch ein stilvoller Imbiss –  Café Quadrat genannt – welcher eine Auswahl an heißen und kalten Getränken, sowie Kleinigkeiten zum Essen bereit hält.

 


Fotos © Michael Haddenhorst