Fotoatelier Michael Ahrendt in Glienicke

 

Fotografie als Ausgangsprodukt für künstlerische Bild-Gestaltung

Michael Ahrendt wurde in Berlin-Reinickendorf geboren. Seine künstlerische Heimat fand er 2014 im benachbarten Glienicke. Er hatte das Angebot genutzt, seine Arbeiten im dortigen neuen Rathaus erstmalig einem breiteren Publikum zu präsentieren.
Nach dieser Debüt-Ausstellung wurde er in den Glienicker Künstlerstammtisch aufgenommen. Seit 2015 betreut er jährlich zum Tag des offenen Ateliers in Brandenburg die Werkschau der Künstlergruppe in der Mensa von Glienicke/Nordbahn. Im Anschluss ist er mit seinen Arbeiten in einer Reihe von Ausstellungsorten in Brandenburg zu sehen gewesen. So hat er in Kremmen, im Oranienburger Landratsamt und der Sparkasse, in Birkenwerder und Hohen Neuendorf sein kreatives Schaffen zur Schau gestellt. Ebenso machte er im Glienicker Rathaus, der Sparkasse, der Bibliothek, im Seniorenclub – aber auch in Berlin-Reinickendorf, Buch und Karow seine Werke der Öffentlichkeit bekannt. Kürzlich erhielt er die erfreuliche Zusage, in der Orangerie des Schlosses Oranienburg seine Fotokunst zu zeigen.

Zur Fotografie kam Ahrendt bereits in den 70er Jahren – wie damals für den leidenschaftlichen Lichtbildner naheliegend: klassisch – schwarz/weiß und alternativlos Analog. Selbstverständlich ausgestattet mit eigenem Fotolabor im heimischen Bad. Beruflich hatte er dann später viel mit Mikroskopie-Fotografie zu tun.

Doch erst mit der Epoche der elektronischen Aufnahme- und Verarbeitungsmöglichkeiten kam der Durchbruch zu einer künstlerischen Ästhetik in seinen Fotoarbeiten.

Michael Ahrendts Werkzeug zur Gestaltung seiner Kunst wurde fortan der Rechner. Mit Hilfe entsprechender Software stellt er in einem aufwendigen Prozess malerisch anmutende, digitale Bilder her – auf Basis fotografisch aufgenommener Sujets. Die mit seiner Kamera gefertigten Rohdaten stellen also lediglich ein Ausgangsprodukt im Verlauf der individuellen Ausformung dar.

 

Szenische Fotos – am Rechner gealtert

Seine Werke am Bildschirm herauszubilden, hatte er über das Darstellungs-Spektrum der HDR Fotografie begonnen, welche er als Medium für sich entdeckte und nutzte. Der enorme Kontrastumfang und die damit verbundene außergewöhnliche Bildtiefe faszinieren den Composer noch heute. Doch im Laufe der Zeit entwickelte sich Michael Ahrendt noch weiter über das herkömmliche Foto hinaus. 2010 schuf er seine ©BoArt, eine Verfremdungstechnik, die beim Betrachter den Eindruck vermittelt, das Resultat handele sich um ein Gemälde. Trotz dieser angewendeten Techniken, die er ständig weiter ausbildet, verliert sich die Herkunft des Bildnisses aus dem Urquell der Fotografie nicht gänzlich.

Seine bevorzugten Motive sind szenische Innenräume oder Sujets, die von einer bereits vergangenen Zeitepoche berichten. Er findet sie überall bei ausgedehnten Spaziergängen und Ausflügen, speziell in Brandenburg und Umgebung, aber ebenso viel auf Reisen, insbesondere auch in Polen.

Lieblingsansichten sind Treppen, Fenster und Türen – häufig Bildthemen im Detail an denen die meisten Leute, blind für die verborgene Schönheit, vorbeigehen.

„Da darf auch schon mal etwas Morbides, Verfallenes dabei sein,“ meint der Bildautor.

Da diese aber in der Gegenwart aufgenommen wurden, fügt er am Computer einen Alterungsprozess hinzu, der die Bilder annähernd auf eine monochromatische und damit scheinbar altertümliche Farbgebung reduziert – bis auf wenige, kleine Farbkleckse, die im Gegensatz dazu eine Verbindung zur heutigen Zeit herstellen.

 


Titelbild: Herbst in Paris

Michael Ahrendt

Telefon 0151 240 43 773

a_musikuss@aol.com
www.fotoatelier-michael-ahrendt.net

 

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