Galerie „Zum alten Warmbad“ in Buckow

 

Touristeninformation & Galerie

 

Wer in das Zentrum der Kneipp-Kurstadt Buckow fährt, wird von dem romantischen Anblick eines kleinen Fachwerkhauses am Eingang zum Schlosspark angezogen. „Zum Alten Warmbad“ steht an der Fassade. Der Name ist eine Reminiszenz an die lange Historie der wohl mit 1500 Einwohnern kleinsten Stadt Brandenburgs.

Die wechselvolle Geschichte des Hauses erzählt von einem alten Rittersitz, einer Stadtmühle und einem Elektrizitätswerk. Mit dem Kühlwasser für die Turbinen betrieb man in dem Fachwerkhaus nebenan eine Warmbadeanstalt, die mit „Duschen und Bädern aller Art“ zum Kurprogramm des aufstrebenden Kurortes Bad Buckow Anfang des 20. Jhds. gehörte.

Galerie im Obergeschoss als zentrale Adresse der Kunst

Vernissage der Ausstellung mit Bildern von Manfred Zemsch © Archiv der Touristinformation

Bis in die 60er Jahre hinein blieb das so, obwohl aus dem Elektrizitätswerk seit 1942 das Kino Parklichtspiele geworden war. Als im Juli 1992 das mit Mitteln von Land, Bund und EU originalgetreu wieder aufgebaute Fachwerkhaus eingeweiht wurde, bekam Buckow nicht nur eine zentrale Touristinformation für die Region und den Naturpark Märkische Schweiz, sondern auch eine Heimstatt für die Bildende Kunst.

Die Galerie im Obergeschoss mit sechs wechselnden Ausstellungen im Jahr ist längst eine beliebte Adresse für Künstler wie Kunstinteressierte aus Brandenburg, Berlin und darüber hinaus geworden. Die gelungene Synergie mit der Touristinformation bewährt sich bis heute. So können die ca. 3000 Galeriebesucher pro Jahr die komfortablen Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag nutzen.

Die Leiterin der Galerie Riamara Sommerschuh ©prinzmediaconzept

Der intime Charakter des ca. 90qm großen Galerieraumes vermittelt eine besondere Atmosphäre, die sich ganz natürlich mit der Umgebung verbindet – mit dem Kräutergarten, den alten Bäumen des Schlossparkes und der anheimelnden Nähe des kleinen Stadtzentrums. Hier begegnen sich Kunst und Natur.

Seit fast drei Jahrzehnten kreiert die Leiterin der Galerie, Riamara Sommerschuh, ein thematisch wie künstlerisch sehr abwechslungsreiches Programm aus Malerei, Grafik, Plastik, Skulptur, Fotografie, Textilkunst, aber auch Regionalgeschichte, Heimatforschung und Naturschutz. Professionelle und Laienkünstler fühlen sich hier zuhause. Es geht um die Unmittelbarkeit und daseinsfördernde Kraft des künstlerischen Ausdrucks, um Kunst als Lebensmittel. Immer wieder gelangt hier Kunst aus dem jahrelangen Schutzraum des Ateliers das erste Mal an die Öffentlichkeit.

„Warmbad“ entwickelt sich zum organisatorischen Knotenpunkt

Flyer zu Vernissage

Die gesellschaftlichen Entwicklungsphasen spiegeln sich im jährlichen Programm. Waren es zu Anfang die Kunstproduzenten aus der Region, die hier ein Podium fanden, so waren es ein Jahrzehnt später die „Raumpioniere“, die in Scheunen, Ställen und Bauernhöfen kreative Orte entwickelten. Das Warmbad wurde zum organisatorischen Knotenpunkt des Netzwerkes „Kunst und LebensArt Märkische Schweiz“, das seit 2004 Künstler der Region miteinander verbindet und auf vielfältige Weise agiert. Inzwischen hat sich in der Märkischen Schweiz eine breit gefächerte Kunstszene entwickelt. Die Galerie „Zum Alten Warmbad“ wirkt dabei nach wie vor als Impulsgeber, Inspiration und Ankerpunkt.


Fotos und Reproduktionen © Archiv der Touristinformation | Titelbild: Ausstellung mit Bildern von Ingrid Achsel © Michael Haddenhorst + Foto Außenaufnahme (Bild 1)|  Fotos Galerie © Haddenhorst, © Annett Kiesner (Aborylikum) | Text: Riamara Sommerschuh

Amt Märkische Schweiz

Touristinformation und Galerie

Sebastian-Kneipp-Weg 1
15377 Buckow (Märkische Schweiz)
Tel: 033433 150031/-32

touristinfo@amt-maerkische-schweiz.de
www.maerkischeschweiz.eu

Ansprechpartnerin für die Galerie:
Riamara Sommerschuh

Öffnungszeiten:

Ganzjährig Dienstag – Freitag: 10 -12/ 13 – 16 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 -12/ 13 – 17 Uhr (April – Oktober)
10 – 14 Uhr (November – März)

Links:
www.maerkischeschweiz.eu
www.kunstundlebensart.de