Kunstprojekt Kunst-Haltestellen in Glienicke

 

 

Kunsthaltestellen 2020

Die Bushaltestellen im Glienicke/Nordbahn werden ertstmalig zum öffentlichen Kunstraum und präsentieren gedruckte Werke Bildender Künstler aus dem Ort.

Auf diese Weise lässt sich die Vielfalt der hiesigen Kunstszene bei einem Spaziergang, einer Radtour oder während der Busfahrt entdecken.

Neue Ideen in herausfordernden Zeiten

Schwierige Zeiten benötigen besondere Maßnahmen. Die Tatsache, dass sich die Bushaltestellen im Einzugsbereich von Gleinicke/Nordbahn im Kommunen-Besitz befinden, inspirierte Monika Tabatt und Ina Kaube vom hiesigen Kulturamt zu einer außergewöhnlichen Idee.

So wurden neun Berufskünstler eingeladen, Ihre Werke auf Plakaten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dafür standen die Werbeflächen von Bushaltestellen als eine Art Open-Air-Galerie zur Verfügung. Die Wartehäuschen wurden kurzer Hand in „Kunsthaltestelle“ umgetauft und für das Darbieten von Kunstwerken vorbereitet.

Auftakt der Veranstaltung

Für viele Künstler war es in der Zeit, als der öffentliche Leben fast völlig zum Erliegen kam, die einzige Möglichkeit auszustellen. Zusätzlich gab es auch Flyer, die das Kunstprojekt im Detail erklärten und weitere Kunsthaltestellen aufzeigten. Eine schöne Gelegenheit, den für Künstler wichtigen „Tag des offenen Ateliers“, der in diesem Jahr ebenfalls ausfallen musste, wenigstens ein Stück weit auszugleichen.

Open-Air-Kunstschau

Begleit-Plakat

 

 

Namhafte Akteure, wie zum Beispiel die Brandenburger Kulturpreisträgerin für Malerei von 2018, Carola Czempik, und der zweifache Bienale-Preisträger Frank Rödel, dessen Bilder als Staatsgeschenke durch die Bundesregierung vergeben wurden, waren unter den Teilnehmern und sorgten für ein angemessenes Niveau der Open-Air-Kunstschau. Aber auch Christine Gersch, die zusammen mit Ihrem Mann Skulpturen aus Mosaiksteinchen entwirft und im Gemeindegebiet aufstellte, war vertreten oder der Glienicker Künstler Uwe Tabatt der sozialkritischen Themen meisterhaft umsetzt, nahm an der Aktion teil.

Beteiligte Künstler:

Heike Adner | Ariane Beckmann | Gero Breloer | Carola Czempik | Christine Gersch | Matthias Jankowiak | Annette Lück-Lerche | Frank Rödel | Uwe Tabatt

Aufgrund der begeisterten Annahme dieser Initiative, wurde bereits eine Folgeausstellung beschlossen, um die Präsentation von Kunst an diesen ungewöhnlichen Orten im Stadtgebiet zu etablieren – vielleicht auch um Kreatives Schaffen denjenigen Passanten näher zu bringen, die ansonsten keine Galerien aufsuchen würden. Die signierten Werke wanderten ins Archiv der Gemeinde.

Weitere Konzepte, wie Gemeinschaftsausstellungen oder ein Kunstkalender mit Motiven der Ausstellung sind denkbar.


Idee: Ina Kaube und Monika Tabatt / Kulturamt Glienicke | Fotos und Druckvorlagen Matthias Jankowiak

 

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