Patent-Papierfabrik Hohenofen

 

INDUSTRIE-CHARME VERGANGENER ZEITEN – TRIFFT AUF KULTUR

400 Quadratmeter Dachfläche wurden bereits mit Bitumen zu versehen und ein großer, offener Giebel geschlossen.

 

Die Papierfabrik in Hohenofen ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Industrialisierung. Von 1838 bis 1990 wurde dort fast durchgängig Papier produziert, ab 1968 ausschließlich Transparent- Zeichenpapier. Die ineinander geschachtelten Gebäude gelten als Kleinod der Technikgeschichte.

Heute wird das ehemalige Industrieensemble vom Verein Patent Papierfabrik Hohenofen e. V. mit Leben gefüllt. Dieser wurde 2003 gegründet mit dem Ziel, den Ort, der ebenfalls 2003 als technisches Denkmal in die Denkmalliste des Landes Brandenburg aufgenommen wurde, zu erhalten und das Areal als Kultur- und Gewerbestandort zu entwickeln.
In öffentlichen Führungen wird den Besuchern heute die Geschichte des Ortes näher gebracht und die Funktion der verschiedenen historischen Pressen und Walzen erläutert. Die Veranstaltungen und Angebote widmen sich vor allem Themen der Industriegeschichte und des Materials Papier.

EINST PAPIERFABRIK – HEUTE KULTURPROJEKT

 

ENTWICKLUNG DES AREALS ZU EINEM KULTUR UND GEWERBESTANDORT

 

Der Zahn der Zeit hat genagt an der historischen Industrieanlage und dennoch ist alles so lebendig und vorstellbar, wie in alten Zeiten Papier gefertigt wurde, dass man meinen könnte es braucht nur wenig, um die Anlage wieder in Betrieb zu setzen. Die Produktionslinie ist fast vollständig erhalten. Man kann in Hohenofen das Prinzip und den Beginn der industriellen Papierherstellung sehr gut nachvollziehen. Sogar die letzte Rolle Transparent-Zeichenpapier hängt noch auf der Spindel.

Weil die Feinpapiermaschine zu DDR-Zeiten nicht auf den neuesten Stand gebracht worden war, hatte die Fabrik nach der Wende keine Chance. Der Versuch, in dem Werk eine Zellstoffaufbereitung zu etablieren, scheiterte 1992. Zwei Jahre später schöpften die Hohenofener erneut Hoffnung, als ein Kieler Papierausrüster das Areal von der Treuhand pachtete. Doch er musste sein Vorhaben, dort Papiere zweiter Wahl aufzubereiten und ein Museum einzurichten, schließlich aufgeben.

Heute öffnen sich dem Besucher immer wieder neue Räume und gestalten sich durch die verblassten Farben und mit Patina überzogenen Maschinenteile fast selbst zu einem Kunstwerk. Insbesondere beeindruckt aber eine große, freitragende Halle, die vormals als Lagerraum genutzt wurde. Hier finden bereits Konzerte und Veranstaltungen statt.

„Als Zentrum für Papier könnte Hohenofen ein Bildungs- und Arbeitsort für Papierkünstler und andere Fachleute werden, die mit Papier arbeiten“, erläutert Ute Fürstenberg, selbst Grafikdesignerin und Kunstmanagerin. Doch bevor dies verwirklicht werden kann, müssen die Gebäude gesichert und die Dächer, vor allem diejenigen über dem ehemaligen Dampfmaschinenhaus und dem Papiersaal, erneuert werden.

Holländer nennt man diese Tröge, in denen der Rohstoff zermahlen wurde.

 


Patent-Papierfabrik Hohenofen e. V.

 

Neustädter Straße 25
16845 Sieversdorf-Hohenofen
mail@papierfabrik-hohenofen.de
www.papierfabrik-hohenofen.de

 

FABRIK OFFEN

Veranstaltungen des Paho. Zentrum für Papier in der Fabrik:

www.zentrumfuerpapier.de