Montagssalon elftes Date | Meine optimale Webpräsenz

Categories Montagssalon, Nachlese, News

Flexible Formeln für Webpräsenzen mit Wirkung

Einen Perspektivwechsel vorzunehmen und zu antizipieren, was den Nutzer an einer Webseite interessiert, was seine Neugier weckt und ihn auf die nächste Ebene lockt, verlangte Henri Hartmann eingangs schonungslos. Genauer gefragt: Was wollen Sie von mir als User? Nicht von der eigenen Einschätzung allein sollte man sich leiten lassen bei Konzeption oder Makeover, sondern bestenfalls vom Urteil einer Person, die einen nicht besonders schätzt, empfahl er ironisch.

Als Gruppencoaching legte Kommunikationswirt Hartmann den ersten Montagssalon nach der Sommerpause an. Er schloss mit dem Format auch inhaltlich an den sechsten Salon an, dessen Thema Erfolgreich mit Social Media war. Jens Kanitz von der Agentur löste das Versprechen eines Fortsetzungsworkshops ein und eröffnete den ausgebuchten Abend mit Verwunderung darüber, dass Hartmann selbst kaum im Netz erscheine. Der gab zu, dass seine digitale Unsichtbarkeit bewusst gewählt sei. Er lasse seine Kampagnen und Projekte für sich sprechen. Außerdem wisse er, dass im Netz nichts vergessen werde, dass jedes Bild, jedes Wort im Verborgenen Bestand hätte.

Etwa eine Stunde referierte Hartmann zu Zielgruppenforschung und Marktdynamiken. Er nannte Kanäle, digitale wie analoge, die für Künstler und Kulturschaffende von Relevanz sind. Er riet, Nutzungsanalysen zu initiieren, und verriet die Instrumente dafür. Seine wichtigsten Botschaften wiederholte er. Eine davon war, Inhalte online (bots!)und offline (Weitersagen!) zu streuen. Wiederholungen sind auch in der Netzkommunikation wichtig. Indem man User ständig mit Angeboten, Produkten und Dienstleistungen konfrontiert, sie gleichzeitig unterhält und zum Spielen und Gewinnen animiert, erzeugt man einen Penetrationsdruck. Die Frequenz von Posts ist zielgruppenspezifisch. Bei erwachsenen Nutzern könne man mit wöchentlichen News im Gespräch bleiben; junge Adressaten benötigen laut Hartmann alle 72 Stunden eine Dosis.

In der zweiten Runde stellten die Kreativen ihre Webpräsenzen Hartmanns Kritik. Der beurteilte Ästhetik und Usability. Er prüfte die Seiten auf deren Interaktionspotenzial. Was evoziert die Gesamtgestalt einer Webseite? Wie sind Stories platziert? Was strahlen die Bilder aus? Wie assoziativ ist ein Logo? Wo wird die Persönlichkeit des Schöpfers sicht- und fühlbar? Der Experte unterstrich die Bedeutung des emotionalen Gehalts einer Webpräsenz.

Technische Basics wie die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus und die Stimmigkeit der Verlinkungen bewertete Hartmann kurz und zügig. Leichte Zugänglichkeit und Qualität binden User.

Das scheint auch für die Teilnehmer des Montagssalons zu gelten. Sie verhandeln jedes neue Thema mit mehr Engagement, Offenheit und Gelassenheit.


Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft

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