Buddy Bartelsen: Ein bisschen Hollywood in Döbern

Buddy Bartelsen hat sich den Fragen der Agentur gestellt und uns von seinen Erfahrungen beim Gruppencoaching „Selbstvermarktung für Künstler*innen“ erzählt. Warum für ihn neben guten Tipps auch immer eine Prise Glück dazu gehört, liest Du hier.

 

Unternehmen: Impress Pictures
Name: Buddy Bartelsen
Website: https://www.impresspicture.com/

Beitragsbild Buddy Bartelsen mit Willem Dafoe | © Impress picture / Buddy Bartelsen


1. Was machst Du?

In kaum einem anderen Beruf schaut man in so viele verschiedene Lebenssituationen und hält sie mit der Kamera fest. Nichts wiederholt sich in der Fotografie. Das ist die Herausforderung, das ist der Spaß bei der Arbeit. Kurz nach der Wiedervereinigung war es wie in eine neue Welt zu tauchen. Die Arbeit als Pressefotograf ist besonders anspruchsvoll, da die Themen nicht unterschiedlicher sein können. Im Laufe der Zeit kamen auch immer mehr Auftraggeber aus der Wirtschaft, Politik und Agenturen dazu. In meinem Portfolio befinden sich viele Fotos von Hollywood Stars, Modedesignern und anderen bekannten Persönlichkeiten. Mit der ersten Ausstellung möchte ich etwas „Hollywood Flair“ nach Döbern bringen.

 

2. Was wolltest Du mit dem Coaching erreichen?

Nach fast 30jähriger Tätigkeit in Berlin bin ich im Februar dieses Jahres mit meiner Familie nach Döbern in ein großes Haus gezogen. Hier habe ich die Möglichkeit ein Fotostudio und den Traum einer eigenen Galerie zu verwirklichen.

Das Thema Galerie ist vollkommendes Neulandland für mich. Bei der Recherche zum Thema Förderung kam ich glücklicherweise zur Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft und bekam einen Platz für das Coaching „Selbstpositionierung und Vermarktung für Künstler*innen“. Das sah ich als Chance viele wichtige Informationen und Antworten auf meine Fragen zu bekommen.

Ziel ist es, dass auch andere Künstler Ihre Arbeiten in der Galerie präsentieren können.

3. Was passierte im Coaching?

Leider konnte das Coaching wegen Corona nicht wie geplant in einer Galerie stattfinden. Es fand in einem Videokonferenzraum statt. Die wunderbare Birgit Effinger hat es aber dennoch geschafft uns Coachees sehr schnell zu einer wirklich netten Künstlergruppe zu vereinen. Ich habe viel darüber gelernt, wie man sich besser präsentiert (Portfolio), welche Vorbereitungen es dazu benötigt, wie das Galeriegeschäft läuft, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt und wie ich an Galerien herantrete. Durch die vielen neuen Informationen hat sich meine Motivation meine Ziele zu erreichen stark erhöht.

 

4. Wo stehst Du heute?

Ich stehe natürlich heute noch nicht da wo ich hin will. Das Coaching war ja erst gerade. Aber ich weiß nun welche Schritte ich gehen muss um meine Ziele zu erreichen und kann konkreter daran arbeiten. Ein Problem ist ja die Finanzierung. Ein Fotostudio und eine Galerie aufzubauen kostet auch viel Geld und Arbeit. Meine Räumlichkeiten müssen noch renoviert werden. Aber sie sind da und das ist schon mal ein großer Vorteil. Die Agentur gab mir auch die Möglichkeit an einem Coaching über Crowdfunding teilzunehmen. Dadurch habe ich auch Grundkenntnisse zu dem Thema erlangt. Das ist kein Selbstläufer, aber eine Möglichkeit.

 

5. Willst Du anderen Kreativen etwas mitgeben?

Gerne möchte ich anderen Kreativen sagen, „Glaubt an Eure Ziele, Glaubt an Eure Arbeiten“. Der Weg ist nicht einfach und etwas Glück gehört auch dazu. Wendet Euch an die Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft. Die können auch nicht zaubern, aber helfen den Weg zu finden.