(c) Andrea Hansen

Claudia Tyborski: Von Kostümen und Collagen

Claudia Tyborski hat sich den Fragen der Kreativagentur Brandenburg gestellt. Lies hier, warum sie das Einzelcoaching wahrgenommen hat, was sie bereits alles erreicht hat, und warum die Erfolgreichen von heute nicht immer die besten Vorbilder sind.

Unternehmen: Claudia Tyborski
Name: Claudia Tyborski
Portfolio: www.claudia-tyborski.format.com
Website: www.performanceclaudiatyborski.com

Beitragsbild (c) Andrea Hansen


1. Was machst Du?

Ich kreiere Collagen und Kostümbilder.

Studiert habe ich in Hamburg an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Modedesign, beendet habe ich das Studium mit dem Master of Arts mit dem Schwerpunkt Menswear. Nach Stationen in Kostümabteilungen bei Filmproduktionen und einer 2,5 jährigen Tätigkeit als Kostümassistentin in Theatern auf Kreuzfahrtschiffen habe ich mich Ende 2018 für den Weg in die Selbständigkeit entschieden.

Begonnen habe ich ihn u.a. mit ersten Theaterproduktionen am Schlossparktheater, unter der Regie von Philip Tiedemann. Zeitgleich wurde ich in das Existenzgründungsprogramm aufgenommen und schrieb in diesem Rahmen meinen Businessplan. Dieser besteht aus zwei Hauptsäulen dem Kostümbild und den Kreieren von Collagen. Daraus dürfen Weiterentwicklungen stattfinden in Bereiche wie Styling oder Illustration.

 

2. Was wolltest Du mit dem Coaching erreichen?

In dem Coaching wollte ich gerne die Säule der Kreation von Collagen weiterentwickeln. Der Schwerpunkt sollte auf Marketingstrategien liegen.

Mich interessierte, ob man zu den bisher bekannten Wegen zur Vermarktung eines Künstlers neue erörtern kann. Was kann ich tun um mich selbstständig zu positionieren?

3. Was passierte im Coaching?

Einer der wichtigsten Momente des Coachings war das Schreiben des Artist Statements, Andrea meine Coachin machte mir den Vorschlag dazu. Ich nutzte bisher das Bild/ Figuren als Mittel für den künstlerischen Ausdruck. Ihn jetzt in Worte zufassen kostete mich Geduld mit mir selbst. In mehreren Anläufen fand ich die Worte nicht, es dauerte ca. 3 Wochen. Ich wusste die ganze Zeit über, dass es wichtiger Punkt war und, dass es wichtig war diese Hürde zu nehmen.

An einem Nachmittag dann schrieb ich die erste Version meines Artist Statements, es erhält immer wieder mal kleine Updates. Was sich in dieser Zeit genau in mir neusortiert hat kann ich nicht benennen. Das Artist Statement hat mir ein große Klarheit über mein Arbeit gebracht. Gewisser weise habe ich mir selbst erklärt was ich tue und dadurch auch den künstlerischen Wert meiner Arbeit erkannt.

Ungefähr ab diesem Moment habe ich angefangen mich selbst auch klarer als Künstlerin wahrzunehmen, diese Pflanze wächst weiter heran. Sehr wichtig war für mich auch die Verbindung zwischen meiner Arbeit an Kostümbildern und an den Collagen zu erkennen. Eine weiteres Highlight war die Collagen-Illustration über Potsdam, die ich für Andreas Magazin „Lust auf gut“ fertigen durfte.

4. Wo stehst du heute?

Die Arbeit an der Basis meines virtuellen Ateliers ist beendet, es ist online. Die Seite erzählt von meinem aktuellen Projekt, meiner Person und ermöglicht den Kauf von hochwertigen und limitierten Prints meiner Collagen. Es soll jedoch wie ein Atelier in Bewegung und Entwicklung bleiben, so gesehen ist die Seite nicht „fertig“. Ich werde sie verändern, neue Arbeiten ergänzen. Die Seite ist an meinen Instagram Account angebunden, den ich parallel aufgebaut habe und weiter ausbauen werde. Unter anderem werde ich meine Follower in die Weiterentwicklung des virtuellen Ateliers einbinden.

 

5. Willst Du anderen Kreativen etwas mitgeben?

Sich am Anfang des Weges nicht zu sehr von Erfolg jener einschüchtern zu lassen, die schon länger unterwegs sind. Sie sind eine tolle Inspiration, sollten jedoch nicht als Überforderung für einen selbst fungieren. An mir selbst ist mir aufgefallen, dass ich dachte, ich müsste sofort ein großes Projekt realisieren, diese Idee blockierte mich aber. Ich interessiere mich auch sehr für Unternehmensstrategien und Entwicklungen in Unternehmen. Ich habe beobachtete, dass u.a. heute große und bekannte Marken nur mit einem Produkt oder sehr wenigen Produkten angefangen haben. Diesem einfachen Anfang folge ich und starte mit der Basis meines virtuellen Ateliers.