Atelier Marina Schreiber in Betzin

 

polyflore Mikrofauna, Wid., Draht, Pergamin, Perlen, 42/31/29 cm, 2014

 

„Biomorphe Abstraktionen“ nennt die Künstlerin ihre Arbeiten, die eine greifbare Faszination für die Vielfalt und Dialektik von Kunst und Natur vermitteln.

Marina Schreiber hat in Hannover und Berlin Bildhauerei studiert. Nach ihrem Diplom erhielt sie das Stipendium „Villa Serpentara“ über die Akademie der Künste Berlin in Olevano Romano. Weitere Stipendien folgten – unter anderen wurde eine Förderung im bekannten Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop an sie vergeben.

Das Thema der abstrakten Umsetzung von Lebensformen, dem Kosmos der Mikro- und Makrowelten entnommen, zieht sich durch ihr Werk. Es soll dazu dienen, auf Vielfalt und Variation zu verweisen und außerdem dem Eindruck entgegentreten, die Gegenwart als Endpunkt aller Entwicklung zu betrachten. In der Wahl ihrer Materialien differiert die Künstlerin ihre Arbeiten – je nach Schaffensphase.

Ateliergalerie der Künstlerin

Heute lebt Marina Schreiber, nach ihrem Umzug aus Berlin-Kreuzberg, zusammen mit ihrem Mann Michael Hischer, der ebenfalls als Bildhauer tätig ist, in dem kleinen Dorf Betzin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Hier, auf ihrem Dreiseitenhof, weiß sie die perfekten Arbeitsbedingungen im galerieartig anmutenden Scheunenausbau und den weiteren Nebengelassen zu schätzen. Zur Zeit wird in der Künstlerwerkstatt überwiegend mit Polyester als Grundstoff ihrer Skulpturen gearbeitet.

(links) a. d. S. Flechten & Moose, Poly schw, bunt, grün, 48/28/30 cm, 2020
(mitte) Koralline Mantelzellen , Poly petrol Wid Perlen grünbraun, 34/34/43 cm, 2020
(rechts) a.d.s. Flechten & Moose, Poly magenta dklgrün Cabochons hellgrün, 55/55/40 cm, 2020

Ihr Werk lenkt den Blick auf die Schönheit unserer Welt.

a. d. S. Flechten & Moose, Poly hellblau bis hellbraun, 40/40/30 cm, 2019

Ihre Inspiration zieht Marina Schreiber aus den Unterwasserwelten oder Kleinstlebewesen des Mikro- und des Makrokosmos. Der Blick auf das kleine Ganze lässt niemals Imitation oder Nachbauten realer Vorbilder enstehen, sie dienen lediglich als Anschauungsobjekte nach denen die Künstlerin ihren eigenen Kosmos erfindet und besiedelt. Bei Marina Schreibers Skulpturen meint man, in eine geheime Projektmappe zu schauen für Spezies, die es so noch nicht gibt, die aber bald zum Leben erweckt werden könnten. Ihr Werk lenkt unseren Blick auf die Schönheit unserer Welt. Etwas zu beschreiben heißt auch etwas zu fordern und so ist Marina Schreibers Hinweis auf Artendiversität unserer Natur auch eine Forderung an uns, alles für den Schutz und Erhalt dieser Welten zu tun.

Drahtskulpturen legen in ihrer Transparenz einen Bauplan offen

a.d.S. Tiefsee Organismen, Wiederstände, Perlen grün, 36/30/25 cm, 2006

Caroline Linssen, M.A. bezieht sich auf die Skulpturen der Bildhauerin aus Draht, wenn sie schreibt: „vor allem durch die Drahtskulpturen erhält die Thematik, unseres im Wandel begriffenes Verhältnis zur Natur, neue Aktualität. Sie scheinen in ihrer Transparenz eine Art Bauplan offenzulegen, der durch seine ornamental anmutende Struktur sowohl die Perfektion der Natur verdeutlicht, wie auch eine Reduktion auf ihre Reproduzierbarkeit andeutet.“


Alle Fotos und Reproduktionen © Marina Schreiber | Michael Haddenhorst | Titelbild: polyflore Mikrofauna, Polyester blau, 70/70/110 | 2015| Text: Marina Schreiber | Michael Haddenhorst

Marina Schreiber

Dorfstr. 1
16833 Betzin

Tel. 0049 (0)33922  90 623

Mail. info@marinaschreiber.de
Web: marina-schreiber.de
Instagram: www.instagram.com/m_schreiber_bildhauerin/