Jane Zahn und Hans-Karsten Raecke leben seit April 2014 in Rheinsberg. Eine Kleinstadt, in der sich ländliche Ruhe und kultureller Anspruch wunderbar verbinden lassen, meint das Musikerpaar.
Jane Zahn ist Kabarettistin, Liedermacherin und Sängerin, Hans-Karsten Raecke Komponist und Experte auf dem Gebiet der Neuen Musik.
Im Oktober 2015 eröffneten sie in Rheinsberg die Musikbrennerei – einer zum Konzertraum ausgebauten ehemaligen Schnapsbrennerei. Seitdem veranstalten sie dort Konzertabende mit Neuer Musik, Chanson und Kabarett.
Ihr Ziel: zwischen so genannter E- und U-Musik zu vermitteln, das heißt zwischen „ernster“ und „unterhaltender“. Sie wollen mit ihrem Programm Menschen erreichen, die sich Neugier und Offenheit bewahrt haben oder diese in der Musikbrennerei vielleicht sogar neu erleben.
AUSTAUSCH MIT KREATIVEN IM Ambiente des früheren Industrie-standorts
Tanz im Innenhof
Die Begegnung und der Austausch mit freundlichen, kreativen, toleranten und weltoffenen Menschen bedient ein tief sitzendes menschliches Bedürfnis. Nicht selten ist die Möglichkeit dafür an einen Ort oder aber auch die Initiative von Menschen gebunden. Manche Orte ziehen den Besucher in ihren Bann aufgrund besonderer Schönheit, andere Orte faszinieren, weil sie Geschichten zu erzählen scheinen.
Das „Oranienwerk“ ist ein stehengebliebenes Areal des ehemaligen Kaltwalzwerkes Oranienburg, das aus unterschiedlichen Zeiten zu berichten scheint und für manchen Betrachter Erinnerungen oder Neugierde weckt, Anziehungskraft ausstrahlt oder auch Ambitionen entstehen läßt. Nördlich von Berlin am Oranienburger Kanal gelegen, befindet sich das 100 Jahre alte Industrieensemble als „Lost Place“ mitten in Oranienburg.
Die ehemalige Stahlfederfabrik der Firma Heintze & Blanckert wurde in Teilen bereits 1916 errichtet und bis in die 1950er Jahre erweitert. Vielen Oranienburgern ist das zu DDR-Zeiten als Kaltwalzwerk genutzte Gebäudeensemble aus der eigenen Lebensgeschichte gut bekannt. Noch bis 1989 als Industriestandort genutzt wurden große Teile des ehemaligen VEB Kaltwalzwerk Oranienburg in der Nachwendezeit abgerissen, um einer neuen Bebauung Platz zu machen.
Produktionshallen, Arbeitsräume und Werkstätten
Relax-ZonePublikums-Andrang
Erhalten geblieben ist ein spannendes und wunderschönes Gebäude-Ensemble mit einer architektonisch interessanten Mischung aus dem ehemaligen Betriebskulturhaus mit Theatersaal und Kantine, großen lichtdurchfluteten Produktionshallen, kleineren Arbeitsräumen und Werkstätten.
Nachdem der letzte Nutzer die Gebäude vor einigen Jahren verlassen hatte, wurde es im Jahr 2011 durch Christoph Miethke gekauft.
Christoph Miethkes Ziel ist es, aus der ehemaligen Fabrik einen Kultur- und Kreativstandort für die Stadt Oranienburg und die Region Berlin/ Brandenburg zu entwickeln - dem Oranienwerk.
Unter Einbindung der Nutzer, ist ein Standort der Kreativwirtschaft zum arbeiten, produzieren, öffentlich präsentieren, vernetzen, ausstellen und veranstalten entstanden. Der gebürtige Krefelder Christoph Miethke, geboren 1960, ist Diplomingenieur für Maschinenbau und studierter Medizintechniker. Seit 20 Jahren führt er die Miethke GmbH in Potsdam. Der Forscher entwickelte unter anderem ein implantierbares Titan-Ventil, das bei der Drainage von Hirnwasser zum Einsatz kommt.
Laut Miethke ist Teil der Philosophie des Oranienwerks, einen mentalen Raum zu gestalten, der eine Art gesellschaftliches Zuhause für Nutzer, Teilnehmer, Sympathisanten und Besucher schafft und dadurch integrativ wirkt und Offenheit für die Begegnung von vermeintlichen Gegensätzen möglich macht. Einen mentalen Raum, der Toleranz vermittelt ebenso wie Vielfalt und insbesondere die Nutzer beflügelt, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Seit kurzem fungiert das Oranienwerk auch als Coachingstandort der Brandenburger Agentur für Kreativwirtschaft. Hier kann man sich über ein Intensiv-Coaching informieren und beraten lassen.
POTENTIAL FÜR KREATIVE - EIN SPANNENDER ORT ENTSTEHT
Zudem liegen dem Firmenchef soziale wie kulturelle Projekte am Herzen und er engagiert sich leidenschaftlich für den erhalt alter Gebäudestrukturen. „Die Vielfältigkeit des Raumangebotes bietet ein großes Potential für Kreative, Handwerker und Künstler. Gemeinsam mit den Nutzern wollen wir das Oranienwerk zu einem lebendigen und spannendem Ort machen.“ Im Oranienwerk finden Sie nicht nur den Raum für Ihre kreativen und kulturellen Ideen, sondern auch gleichgesinnte aus den unterschiedlichsten Bereichen der Malerei, Gestaltung, Musik, Fotografie und des Designs.
Wann kommen Sie mit Ihrem kreativen Potential ins Oranienwerk?
Link zum hausansässigem Kunstverein. Kunstraum Oranienwerk:
Jörg Hartzsch und Henning Storch sind die kreativen Köpfe von Saus & Braus. Beide lieben die Musik und die Kunst des Alphornblasens, die sie vor allem am Ufer des Zenssees zelebrieren. Ein Ort, der für den Klang der Instrumente wie gemacht ist.
Viele würden mit dem Alphorn ein Instrument verbinden, das vor allem in der Alpenregion beheimatet sei, meint Henning Storch. „Doch das ist durch das Marketing so festgelegt worden.“ Das Alphorn sei vielmehr weltweit Zuhause. Ob in Tibet, den Pyrenäen oder Karpaten. Vor einigen Jahren entdeckte Henning Storch, dass es auch am Zenssee wunderbar klingt. Am vom Wald umgebenen Gewässer in der Nähe von Lychen entstehe ein einmaliges Echo, welches die Landschaft in Klang taucht.
Eine Wanderung mit Saus & Braus ist ein Erlebnis für alle Sinne
Mehrmals im Jahr bieten er und der Trompeter Jörg Hartzsch Natur- und Musikinteressierten eine gemeinsame Wanderung an, bei der die Gäste die teils melancholischen Klänge auf sich wirken lassen können. Abgerundet wird das Erlebnis mit selbstgebrautem Bier und kulinarischen Leckereien. Denn die beiden Männer, die sich seit ihrer Schulzeit kennen, sind nicht nur Musiker. Henning Storch ist Brauer, Jörg Hartzsch Koch.
Aufgewachsen sind beide in Lychen. Nach der Schulzeit hat es sie in andere Städte gezogen. Vor einigen Jahren haben sie sich in ihrem Geburtsort wiedergetroffen. Beide haben dort ihre eigene private Musikschule eröffnet.
Die Saus&Braus-Idee sei nach und nach gewachsen. Zu Beginn hätten sie das Konzerterlebnis auf einem Floß aufgeführt. Schnell sei allerdings klar geworden, dass Bewegung wichtig wäre. „Die Gäste können heute aus der Ferne zuhören oder näher herankommen und den Klang somit unterschiedlich wahrnehmen. So, wie sie es wollen“, erklärt Henning Storch, dem die Sache vor allem eines macht: Spaß. „Das ist keine aus dem Boden gestampfte Touristenattraktion. Das sind einfach wir.“
Termine für 2019
Saus & Braus für Einzelpersonen und kleine Gruppen:
Die Spielleute ErdenMut fühlen sich den Traditionen der umherziehenden Musikanten, Sänger und Geschichtenerzähler verbunden.
Es geht ihnen darum, zu unterhalten und für Geselligkeit zu sorgen.
Ihr Liedgut ist eine sorgsame und über die Jahre zusammengetragene Sammlung aus vieler Herren (und Frauen) Länder. Oft kennt man ansatzweise Melodie und Text. Zusätzlich regen für den jeweiligen Abend zusammengestellte „Songbooks“ zum Zuhören und Mitsingen an.
Ihr Programm passt sich dem Auftrittsort und den Wünschen des Veranstalters an. So spielen sie denn auch bei Wind und Wetter auf mittelalterlichen und jüngeren Märkten & Festen. Erzählen Geschichten, lockern auf mit Reigentänzen, bei denen die Beteiligung des Publikums erwünscht ist. Stellen ihr Können zur Verfügung, wenn musikalische Untermalung bei Gelagen & Tafelrunden erbeten wird. Ebenso sind sie zu Anlässen wie Familienfeiern und Ausstellungseröffnungen, Gottesdiensten und Andachten sowie Kindtaufen, Hochzeiten und Beerdigungen gern gesehene Musiker.
Format Vollmondabend - musikalische Würdigung des Monats
Ingo Wawra, Herbert Brauer und Steffi Moser
Regelmäßig veranstalten sie den Vollmondabend, ein Format, welches sie selbst ins Leben gerufen haben. An schönen Orten der Region werden musikalisch die Eigenarten eines jeden Monats gewürdigt.
Allein schon die große Spanne der zum Einsatz kommenden Instrumente, sorgt für immer neue Überraschungen und entführt den Zuhörer in ein altehrwürdiges Umfeld. Laute, Flöte und Trommel dürfen dabei nicht fehlen - aber auch eine Harfe oder ein Dudelsack bereichern den musikalischen Reigen. Die Spielleute ErdenMut treten in wechselnder Besetzung auf.
Kopf der Gruppe ist Herbert Brauer, auch bekannt unter dem Namen: der sanfte ErdenMut. Neben seinem musikalischen Beitrag organisiert er die Auftritte und kümmert sich um das Programm. Die „Weltengereiste Leana“ (Steffi Moser) bringt ihre Erfahrung als Musikerin, Autorin von Theaterstücken und Schauspielerin ein. Sie ist fester Bestandteil des Duo’s. Bei Bedarf werden weitere Musiker hinzugebeten, wie der Geiger Ingo Wawra oder Steffi’s Zwillingsschwester Katharina.
Die Spielleute ErdenMut regional 2019
16.2. Winterbühne Himmelpfort
Hans Clauert – Der märkische Eulenspiegel Schelmische Geschichten und vergnügliche Musik
2.3. Kunstkate Kraatz
Hans Clauert – Der märkische Eulenspiegel Schelmische Geschichten und vergnügliche Musik